Aaargh!!

Mein Stoffschrank ist voll. Sehr voll. Daher habe mir zum Ziel gesetzt, alte Schrankhüter aufzubrauchen.

Da der Pulli Enya so angenehm zu tragen ist, sollte ein zweiter entstehen. Die Produktion stand allerdings unter keinem guten Stern.

Es begann damit, dass kein Stoffstück groß genug war, einen Pulli mit langen Ärmeln entstehen zu lassen. Bis auf den goldenen Glitzerstoff. Es ist ein dehnbarer Baumwollstoff, der innen kuschelig angeraut ist. Da jedoch auch dieser nicht ganz reichte, habe ich mich für Teilungen entschieden, d.h. an den Seiten des Pullis und an einem Teil der Ärmel wird ein anderer Stoff benutzt. Vom schwarz-goldenen Kombistoff hatte ich noch einen kleinen Rest übrig. Ich  mag ihn gerne, weil man beide Seiten verwenden kann. Eine Seite ist golden, die andere schwarz mit goldenen Reflexen.

Mangels Konzentration wurde dieser Pulli bereits beim Zuschneiden zum Desaster. Die Teilung hinten sollte eigentlich schwarz werden, doch weil ich mich verschnitten hatte, musste ich improvisieren. Dazu musste ein Ärmel schwarz werden, der andere golden, da ich das Schnittmuster einmal verkehrt auf den Stoff gelegt habe. Und zu guter Letzt habe ich noch bemerkt, dass die Teilung hinten zu lange war. Stoff war keiner mehr übrig, also blieb mir nur eins: Stoff und Schnittmuster flogen hochkant in die nächste Ecke.

Beim Nähen gibt’s manchmal diese Momente, in denen man sich fragt: „Warum tu ich mir das bloß an?“.  Das Beste ist, dann erstmal eine Nacht darüber zu schlafen und zu hoffen, dass die Sache zu einem späteren Zeitpunkt ganz anders aussieht. Und so war es dann auch: Da ich unfertige Sachen einfach nicht leiden kann, habe ich mich am nächsten Tag nochmal hingesetzt und alle Teile zusammengenäht. Und ich muss sagen, es hat sich ausgezahlt. Zumindest für meinen Stolz, denn das Nähen ging problemlos vonstatten.

Doch als wäre es nach all dem Verschneiden nicht schon genug, gesellte sich auch das Fotoshooting in diese Reihe unglücklicher Umstände. Als nach gefühlten hundert unterbelichteten und unscharfen Fotos die ersten guten entstanden, machte die Kamera krrgrr und schaltete sich aus. Akku leer, na super! Also abwarten, aufladen und dann schnell die besten Fotos hochladen.

Gehts euch auch manchmal so, dass bei einem Projekt einfach nichts so funktioniert wie es sollte? Ich mach jetzt erst mal Yoga.

Schnitt:

„Enya“ von Moiralita

Stoff:

Goldener Sweat von GiesseScampoli in Bozen

Schwarz-Goldener Jersey von Conquero Stoffe in Wien

Verlinkt wird der Beitrag auf memademittwoch und afterworksewing.

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6 Kommentare zu „Aaargh!!

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  1. also für dieses „Chaos“ ist der Pullover aber richtig toll geworden. ich trau mich immer nicht an solche Lurex-Stoffe, aber die fertigen ERgebnisse sehen eigentlich immer toll aus. vielleicht sollt ich es doch mal wagen!

    lG Nadi

    Gefällt 1 Person

  2. Hey,

    keine Sorge, das ist ganz normal und kommt bei mir auch sehr häufig vor. Mit dem kleinen Unterschied, dass ich mich meist nicht dazu aufraffen kann, es doch noch fertig zu nähen 😉
    Das Ergebnis sieht toll aus!

    LG, Jenny

    Gefällt 1 Person

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